DER ALBANISCHE SÜDEN MACHT SICH FIT ALS NEUE, AUFSTREBENDE WANDER-, KULTUR- UND ERLEBNISDESTINATION

Die Südküste Albaniens, bis vor Kurzem noch ein weißer Fleck auf der europäischen Tourismuslandkarte, macht sich fit, um sich als neue Natur-, Kultur- und Erlebnisdestination auf dem europäischen Tourismusmarkt zu positionieren. Die neue Tourismusdestination für Entdecker, Wanderbegeisterte und Genießer hat unter der Dachmarke "South" die Gemeinden entlang der Südküste und im Hinterland zur gemeinsamen Vermarktung zusammengeschlossen (www.south.al).

Parallel zur Vermarktung der nachhaltigen Tourismusdestination werden aber auch neue, innovative Tourismusprodukte und professionelles touristisches Infomaterial für die Region entwickelt. Unter dem Slogan "Hike & Bike the Mysterious South" wurde zum Beispiel in der Gemeinde Himara mit Unterstützung der GIZ Albanien ein Netzwerk von attraktiven Wander- und Bike-Trails geschaffen, die durch das bergige Hinterland und an der romantischen Küste entlangführen. Kleine, familiengeführte B&Bs, in denen der Reisende nicht nur übernachten, sondern auch in das traditionelle albanische Landleben eintauchen kann, gehören zum authentischen Angebot der neuen Tourismusregion. Damit sich diese Kleinbetriebe auch langfristig im Wettbewerb behaupten und nachhaltig als Erwerbsquelle für die lokale Bevölkerung etablieren können, wurden die Betreiber kleiner Gästehäuser in fünf Pilotgemeinden des Südens auf dem Gebiet nachhaltiger Qualitätskriterien geschult und werden auch in der weiteren Entwicklung unterstützt. "Professional Visitor Services" bildet eine weitere Säule der professionellen, nachhaltigen Destinationsentwicklung. Das "Integrated Sustainable Development Programme of the Southern Region" der GIZ, welches die Tourismusakteure des Südens auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene unterstützt, hat neben den oben genannten Maßnahmen die Gemeinde Himara und andere Gemeinden des Südens im Zuge eines professionellen Trainings in der Planung, dem Betrieb und dem Management von Tourist Information Centers geschult. Anfang Juli konnte mit Unterstützung der GIZ die erste "South" Tourist Information in der Gemeinde Himara als erster "Check-in Point" für die Besucher des "Mysterious South", der Südküstenregion Albaniens, eröffnet werden.

AGEG Tourism for Sustainability hat das GIZ-Programm zur nachhaltigen Entwicklung des Südens bei der Marken- und Produktentwicklung beraten und in deren Auftrag, unter der Leitung von Barbara Fritz, interaktive, partizipative Trainings für die Betreiber von B&Bs und Tourist Information Centers konzipiert und durchgeführt.

 

ITB 2016: DIVERSIFIZIERUNG DES TOURISMUS IN ALBANIEN

Tourismus kann unter der Voraussetzung, dass er nachhaltig und professionell entwickelt wird, zu einem "Entwicklungsmotor" für strukturschwache, ländliche Regionen werden und so zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Steigerung des Einkommens der lokalen Bevölkerung beitragen. Gerade die nördliche Berg- sowie die südliche Küstenregion Albaniens weisen ein großes Potenzial für die Entwicklung eines nachhaltigen, naturnahen Tourismus auf und können so für Arbeitsplätze und neue Einkommensquellen für die Landbevölkerung sorgen. In Albanien setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Kooperation mit lokalen Partnern und der Privatwirtschaft verschiedene Vorhaben im Bereich der nachhaltigen ländlichen Wirtschaftsentwicklung um, wobei die nachhaltige Tourismusentwicklung eine zentrale Rolle spielt. Inwieweit eine solche nachhaltige Tourismusentwicklung Migrationsbewegungen entgegenwirken kann, wurde bei der diesjährigen ITB, der weltgrößten Tourismusmesse, im Rahmen einer hochrangigen Podiumsdiskussion mit Vertretern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, der albanischen Tourismusministerin, der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der deutschen Privatwirtschaft diskutiert. Fachlich betreut und moderiert wurde die Diskussion von Barbara Fritz im Auftrag der GIZ.
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DIREKTVERMARKTUNG DES NACHHALTIGEN TOURISMUSANGEBOTS ALBANIENS

Nachdem AGEG TSC bereits letztes Jahr erfolgreich mit der Entwicklung eines Konzepts zur nachhaltigen touristischen Produktentwicklung und Vermarktung des albanischen Südens beauftragt worden war, bestand die Aufgabe für das AGEG-TSC-Team in diesem Frühjahr nun darin, die beiden "unentdeckten" Regionen Albaniens, die romantische Küstenregion des Südens und den bergigen, authentischen Norden, direkt in den deutschen Reisemarkt einzuführen und erste Vertriebswege für die neu entwickelten, nachhaltigen Tourismusprodukte zu erschließen. Keine ganz einfache Aufgabe, die jedoch erfolgreich gemeistert werden konnte. Eine starke Pressepräsenz in den Reiseteilen führender deutscher Tageszeitungen und Reiseblogs sowie in Reisemagazinen wird ab kommenden Herbst die ersten nachhaltigen Reiseangebote für Albaniens neue Tourismusdestinationen begleiten. Angeboten werden diese individuellen Tourenpakete von ausgewählten Reiseveranstaltern des Verbands "forum anders reisen e. V.". Um diese Presse- und Medienkampagne sowie die Direktvermarktung durch "forum anders reisen" zu ermöglichen, wurde im Juni für ausgewählte Vertreter der deutschen Reisepresse und exklusiv für Mitglieder von "forum anders reisen" eine "Entdeckerreise" nach Albanien organisiert.
Bei einem "Market-Forum" im geschichtsträchtigen Porto Palermo in der Gemeinde Himara an der Südküste hatten Reiseveranstalter und Journalisten die Gelegenheit, sich mit lokalen Tourismusverantwortlichen, Betreibern familiärer Gästehäuser und lokalen Reiseveranstaltern auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

"forum anders reisen e. V." ist ein Zusammenschluss von über 100 Reiseveranstaltern, die sich für einen nachhaltigen Tourismus engagieren (www.forumandersreisen.de). Alles Spezialisten, die ihre Reisen umweltfreundlich und sozialverträglich gestalten und sich gemeinsam der Verantwortung einer wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung hier und in den Reiseländern stellen. Seit Mai 2014 leitet Petra Thomas den Dachverband mit Sitz in der Hamburger Altstadt.
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VIETNAM – EINE AUFSTREBENDE TOURISMUSDESTINATION

Vietnams Tourismussektor verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum und will sich langfristig auf dem internationalen Tourismusmarkt positionieren, ähnlich wie seine Nachbarländer Thailand und Malaysia. Robert Travers, einer unserer erfahrenen Tourismusexperten, ist derzeit in Vietnam für das "European Union's Economic and Socially Responsible Tourism Programme" tätig und gibt einen kurzen Einblick in die Tourismusentwicklung des Landes.
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NACHHALTIGKEIT FÜR ÄGYPTENS TOURISMUSSEKTOR

Anfang 2007 startete in der Pilotdestination El Gouna eine der ersten, wenn nicht sogar die erste Nachhaltigkeitsinitiative im ägyptischen Tourismussektor "die Green Star Hotel Initiative". Über die Jahre hat sich aus einer Entwicklungspartnerschaft zwischen den Hauptakteuren des ägyptischen Tourismussektors dem ägyptischen Tourismusministerium, der Travco Group, Orascom Hotels & Development, TUI und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) unter der fachlichen Führung von AGEG TSC ein nationales Ökozertifizierungsprogramm mit internationaler Anerkennung (GSTC) etabliert. Das "Green Star Hotel"-Programm (www.greenstarhotel.org) hat alle Herausforderungen gemeistert, denen der ägyptische Tourismus gegenüberstand. Mittlerweile hat es seinen Sitz beim ägyptischen Hotelverband und wird erfolgreich vom ägyptischen Tourismusministerium angeführt. Augenblicklich gibt es in Ägypten76 Hotels, die die grünen Sterne tragen, und mehr als 36.000 Hotelzimmer in den nachhaltig zertifizierten Hotels und Resorts. Trotz der teils schwierigen Lage gibt es neue Pläne für noch mehr Nachhaltigkeit in Ägyptens Tourismusdestinationen. Die Nachhaltigkeitskriterien sollen in Zukunft nicht nur für die Hotels gelten, sondern langfristig auch auf Tourismusdestinationen ausgeweitet und das bestehende "Green Star Hotel"-Programm um nachhaltige Destinationen bzw. "Green Destinations" erweitert werden.

 

GASTVORTRAG AN DER MÜNCHNER HOCHSCHULE CAMPUS M21 – DER BUSINESS CASE ALBANIEN

"Praxis mit starken Marken" – so lautet das Motto der Münchner Hochschule Campus M21 (www.campusm21.de), an der ein praxisnahes Studium im Vordergrund steht und die Studierenden zusammen mit Profis aus der Praxis starke Konzepte und Kampagnen entwickeln. Vor diesem Hintergrund wurde Barbara Fritz von AGEG Tourism for Sustainability zu einem Gastvortrag zum Thema nachhaltige Destinationsentwicklung und Marketing mit dem Titel "From the Mountains to the Sea – der Business Case Albanien" eingeladen. Anhand des aktuellen AGEG-TSC-Albanienprojekts wurde den Studierenden erläutert, wie sich ein zielgruppenorientiertes Direktmarketing im Fall einer aufstrebenden Natur-, Kultur -und Erlebnisdestination wie Albanien in der Praxis effektiv umsetzen lässt.

 

"LEUCHTTURMPROJEKT" FÜR ÄGYPTENS NATIONALPARKS

Die Landfläche Ägyptens besteht zu nahezu 15 % aus Naturschutzgebieten. Trotz umfangreicher Investments und Fördermaßnahmen hinsichtlich eines nachhaltigen Parkmanagements wurden die Nationalparks in der Vergangenheit stark vernachlässigt und ökotouristisch kaum in Wert gesetzt. Um dies zu ändern, wurde 2015 ein "Public-Private Partnership"-Projekt zwischen den Nationalparkbehörden und der privaten Firma Veronaland in Partnerschaft mit der KfW-DEG gestartet. Zielsetzung des Vorhabens ist es, im Nationalpark Wadi El Gamal, dem zweitgrößten Nationalpark in der Arabischen Wüste, ein Leuchtturmprojekt für die nachhaltige Nutzung und Inwertsetzung von ägyptischen Nationalparks durch sanfte Ökotourismusalternativen zu entwickeln. Inzwischen ist schon viel passiert, sodass Wadi El Gamal mittlerweile auf einem guten Weg ist, zu einem ökotouristischen Modell für andere Nationalparks der Region zu werden. Das ökotouristische Angebot des Nationalparks (www.wadielgemal.org) reicht von Hiking- und Biking-Trails über Bird & Wildlife Watching bis hin zu geführten Touren zu archäologischen Kulturstätten. AGEG TSC hat im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit Veronaland eine maßgeschneiderte Projektkonzeption entwickelt, die Fördermittelakquise und Qualitätsprozesse bis hin zur Projektvergabe begleitet.